07/02/07
Schnürschuhtheater | Bremen | Land der Ideen
(Bericht von Philipp)
Da wir schon mehrmals im Schnürschuhtheater gespielt haben, kannten die Leute uns dort und haben uns gefragt, ob wir das Rahmenprogramm zu diesem Event machen könnten. Klar, machen wir!
Wenn ich das richtig verstanden habe, läuft 2007 die Aktion "Deutschland-Land der Ideen", unterstützt von der Deutschen Bank. An jedem Tag in diesem Jahr findet dann in einem Ort in Deutschland ein Kontest statt. Junge Bands oder Theatergruppen können sich dort präsentieren und irgendwie Geld gewinnen. Da wir ja schon fast alte Säcke sind, spielten wir natürlich außer Konkurrenz und sollten alles eher so einleiten und anwärmen. Das taten wir natürlich gerne.
Weil ich in der Woche zuvor etwas viel gefeiert und selten vor Sonnenaufgang ins Bett gegangen bin, war ich körperlich noch etwas angeschlagen und voller guter Vorsätze, in der nächsten Zeit mal Halblang zu machen. Nun ja, es war zudem noch etwas schwüles Wetter, so dass ich schon volleschwitzt in den Zug eingestiegen bin.
Als wir im Schnürschuhtheater angekommen sind, waren auch schon viele junge Musiker am daddeln. Draussen auf der Terasse erstmal eine geraucht. Aus dem Hintergrund hörten wir die Bands schon proben. "Island in the sun" von Weezer, "Hit the road jack" von Ray Charles und "Father and Son" von Cat Stevens drang zu uns nach draussen. Wir waren erstaunt, wie toll die für ihr Durchschnittsalter von circa 15 Jahren schon singen und spielen konnten. Auch schön zu sehen, dass Jugendliche scheinbar immer noch auf die selbe Art Musik stehen, wie wir "damals", als wir noch 14 waren. An Musikern wird es uns in Deutschland in den nächsten 20 Jahren wohl nicht mangeln.
Wir machen dann also das Vorprogramm und unter dem Scheinwerferlicht kommen wir beide nochmal richtig schön ins Schwitzen. Kommen aber ganz gut an, auch wenn wir hinterher von einem Publikumsgast hören, dass sich eine anwesende ältere Dame etwas über die Tatsache aufregte, dass das Wort "Scheisse" bei uns hier und da mal auftaucht. Sie sagte wohl so etwas wie: "Die sollten sich mal Reinhard Mey anhören!" Da kann ich nur sagen, das tue ich seit meinem 15. Lebensjahr und der brave Herr Mey sagt auch mal "Scheisse". Aber wenn man uns als etwas unreif empfindet, kann ich das schon verstehen. Postpubertäre Einflüsse sind halt nicht jedermanns Sache, aber ja zum Glück auch nicht der Kern unseres Schaffens.
Vom Rest der Veranstaltung habe ich dann nichts mehr mitbekommen, da ich noch meinen Cousin besuchen wollte. War trotzdem mal nett, nachmittags zu spielen und den Auftrittsort völlig nüchtern zu verlassen.
Fotos gibt's diesmal leider nicht : (