04/25/08
Carls | Oldenburg | Doppelkonzert mit Onkel Hanke and his Orchestra
Bericht von Philipp
Als ich dieses Jahr vom Göttinger Liedermacherfestival wiederkam, wo ich Onkel Hanke zum dritten Mal gesehen habe, war ich noch sehr geflasht von dem, was er und seine kranken Jungs da geboten haben. Ich rief Hanke an und sagte ihm, dass ich gerne mal wieder ein Doppelkonzert mit ihm machen würde. Wir waren uns einig, dass wir ein ganzes Wochenende reißen wollten. Drei Konzerte am Stück sollten es werden. Am Ende bekamen wir dann doch nur zwei Dinger geplant, aber Oldenburg stand auf der Liste. Wir suchten uns das Carls aus und machten auch wie gewohnt Werbung. Leider wurde kurzfristig der Vorspielabend unseres Musikbereiches an der Uni auf den selben Termin gelegt und wahrscheinlich führten auch andere Gründe dazu, dass nur sieben zahlende Gäste eintrafen. Etwas ärgerlich war, dass eine große Gruppe von Leuten, die anscheinend wegen des Konzertes gekommen war, sich den ganzen Abend im Vorraum aufhielt, unserer Musik aus der Ferne lauschte aber keine vier Euro zahlen wollte. Aber man kann ja niemanden zwingen. Finanziell wurden also gerade mal die Fahrtkosten gedeckt. Trotzdem war es natürlich wieder ein Riesenspaß, Hanke und seinen Jungs zuzuhören. Toll war Hankes Version von Karel Gotts „Biene Maja“: „Und dieser Volksstamm, den ich meine, nennt sich Maya...“ Sehr geil.
Als wir dann mit dem offiziellen Teil fertig waren, kam die Idee auf, noch zum Vorspielabend zu gehen, der ja nur ein paar hundert Meter vom Carls entfernt stattfand. Hanke hat nämlich vor, auch in Oldenburg Musik zu studieren. Allein deswegen war unsere spontane Idee schon eine sehr gute, denn so konnte Hanke mal einen Eindruck von der Atmosphäre am Oldenburger Musikbereich bekommen. Wir kamen auch genau im richtigen Moment an. Der offizielle Teil war nämlich auch hier vorbei, sodass Hanke und sein Orchester sich sofort ans Werk machen konnten. Ich hatte bis zu diesem Moment vor, nicht sonderlich lange zu bleiben, da ich am nächsten Tag um acht aufstehen musste, um ein Blockseminar zu besuchen. Als ich aber erleben durfte, wie unsere Liedermachingpartykollegen in diesem mir wohl vertrauten Umfeld auftraten, war jegliche Disziplin vergessen. Ich kaufte mir ein Bier und durfte genießen, wie Hanke und die anderen so ziemlich alle Anwesenden in ihren Bann zogen. Es ist einfach unglaublich, wie viele verrückte Ideen diese Jungs auf so leidenschaftliche und verspielte Art und Weise umsetzen. Wenn Onkel Hanke mal in eurer Gegend sein sollte, geht unbedingt hin. Ansonsten geht auf Youtube und gebt mal „Unsinnphonieorchester“ ein oder geht auf myspace.
Der Auftritt von Hanke & Orchester ging dann noch direkt in die Session über.
Jedenfalls kam ich in dieser Nacht doch erst um vier Uhr ins Bett. Ich bin dann aber um acht raus und in die Uni. Respekt oder was?